ADFC Iserlohn zur Ablehnung des "Runden Tisches Nachhaltige Mobilität"
Die Einrichtung eines runden Tisches "Nachhaltige Mobilität", mit dem man fußgänger- und fahrradspezifische Handlungsfelder unkompliziert, fachlich versiert und zügig bearbeiten wollte, war sicher eine gute Idee. Dann tagte der Verkehrsausschuss...

Schade - Chance vertan.
Mit großer Enttäuschung muss der ADFC Iserlohn die Ablehnung des Runden Tisches “Nachhaltige Mobilität” zur Kenntnis nehmen. Dass der Verkehrsausschuss (VA) eben nicht Vernetzung, Praxisnähe und Lösungsorientiertheit lebt, wie ein Teilnehmer des VA sich ausdrückte, zeigt sich mit dieser Abstimmung. Im VA scheinen strategisch denkende und sachorientierte Bürgervertreter in der Minderheit zu sein.
Leider wurde dieser sachlich gute, eigentlich kostenneutrale, von der Verwaltung getragene und für die Stadt förderliche Antrag meinungsstark und wortgewandt mit nicht nachvollziehbaren Argumenten wie “wir brauchen nicht noch ein Gremium” und “das geht auch im Rahmen des VA” vom Tisch gewischt.
Warum verweigert man sich neuen Instrumenten, wenn man doch wiederholt festgestellt hat, dass man mit dem bisherigen Instrumentarium dem Problem der mangelhaften Umsetzung vieler VA-Themen nicht beikommen kann?
Der Mehrwert des Runden Tisches (RT) wäre die fachlich kompetente Bearbeitung von Mobilitätsthemen unterhalb der Entscheidungsebene gewesen. Hier hätten sich ohne Öffentlichkeit, Zeit- und Ergebnisdruck und starren Sitzungsregelungen Fachleute der Verwaltung mit Nutzern, Interessierten und Betroffenen vernetzen können. Man hätte dort praxisnah und unkonventionell fachlich und verwaltungsseitig geprüfte und breit abgestimmte Handlungsempfehlungen erarbeiten und der politischen Ebene "pfannenfertig" zur Entscheidung vorlegen können. Der VA hätte so diesen RT als themenbezogenen "Arbeitsmuskel" für sich einsetzen können, alleine schon um die Ressource “Zeit” des VA zu schonen. Da zumal die alleinige Entscheidungshoheit des VA unangetastet bleiben würde, wäre der RT nicht in Konkurrenz zum VA, sondern als Entlastung zu sehen.
Die Iserlohner Politik hätte hier ein zukunftsweisendes und sicher fachlich versiertes Instrument in die Hand bekommen können, um die im VA oftmals angesprochene schleppende Umsetzungsproblematik ankurbeln und endlich die Fahrrad- und Fußgängerfreundlichkeit unserer Stadt weiter vorantreiben zu können.
So aber ist es schade für Iserlohn und man verharrt weiterhin im www: wir wurschteln weiter.