ADFC Iserlohn informiert: Neue Fahrradschutzstreifen in Letmathe

Neu gestaltete Verkehrsführung in Letmathe betrifft auch Radfahrer.

Der ADFC Iserlohn schaut hin: Radstreifen in Letmathe © Markus Bellebaum

 15 Monate Straßensperre, 15 Monate Umleitungen. 15 Monate, so lange dauerten die Bauarbeiten zur Umgestaltung der beiden Ampelkreuzungen „Alter Markt“, Hagener Straße und Schwerter Straße, bzw. Schwerter Straße und Von-der-Kuhlen-Straße zu zwei großen Kreisverkehren. Nun läuft der Verkehr wieder reibungslos, auch wenn der ein oder andere sich erst noch an die neue Verkehrsführung mit seinen zahlreichen Zebrastreifen gewöhnen muss.

Es wurde bei der Neugestaltung der Verkehrsfläche aber nicht nur an den Kraftverkehr gedacht, auch für den Radfahrer gibt es einige Neuerungen. Die wichtigste dabei ist die Öffnung vom südlichen Kreisverkehr in die Letmather Fußgängerzone, aber halt ausschließlich für den Radverkehr. Autos müssen weiter die bisherigen Zufahrten benutzen. Aus diesem Grund wurde je eine kleine Zu- und Ausfahrt von der City in den Kreisverkehr angelegt, die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge verbietet das Zeichen 250 mit dem Zusatz „Radfahrer frei“, Poller unterbinden dieses auch baulich. In diesem Bereich stehen ebenfalls zwei runde Verkehrsschilder weißer Pfeil nach unten rechts auf blauem Grund, das Zeichen 222, welche anzeigen, dass man rechts davon vorbeifahren soll. Leider sind diese recht klein und nur ca. 50 cm hoch und können daher von Radfahrern schnell mal übersehen werden, so dass es zu einem Unfall kommen kann. Hier sollte noch mal nachgebessert werden.

Die zweite große Verbesserung ist die Anlage von 2 Fahrradschutzstreifen. Der erste Abschnitt verläuft auf der Straße „Alter Markt“ von der Einfahrt zum Parkplatz Lennedamm über die dortige Bushaltestelle bis zum südlichen Kreisverkehr, wo der Schutzstreifen wieder in die Fahrspur einmündet. Das andere Teilstück beginnt am nördlichen Kreisverkehr und führt dort mit Abstand an den parkenden Fahrzeugen vorbei in Richtung Autobahn. Vor der bft-Tankstelle schwenkt der Schutzstreifen nach rechts auf den früheren Parkstreifen. Aktuell endet dieser an der Brabeckstraße. Eine Weiterführung bis zum Waldstadion ist langfristig angedacht, Planungen dazu gibt es aber noch nicht. 

Etwas anders sieht es auf der Hagener Straße vom Kreisverkehr Richtung Hohenlimburg aus. Hier sind die Planungen fortgeschritten, die Pläne dazu schon ausgearbeitet. Im Zuge der Neuaufteilung der Verkehrsfläche soll es zwischen der Innenstadt und der Straße „Im Ostfeld“ bergauf ebenfalls einen Schutzstreifen geben. Wann dieses geschehen soll steht aber noch nicht fest. Im Investitionsplan bis 2026 ist die Baumaßnahme auf jeden Fall noch nicht vorgesehen. Darauf müssen wir Radfahrer wohl noch eine Weile warten, ebenso wie auf die Weiterführung durch das Ostfeld bis zur Stadtgrenze nach Hohenlimburg als kombinierte Geh- und Radweg auf der nördlichen Fahrbahnseite.


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